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Brief an MdB Caroline Bosbach zur Informationsfreiheit

Anlässlich der Pläne unserer Regierung, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes zu beschneiden, habe ich einen Brief an die Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises, Caroline Bosbach (CDU) geschrieben. Hier ist der Text. Rösrath, 20. Juli 2026 Zur Rückwärts-Tendenz im Bereich Transparenz (Beschränkungen des IFG) Sehr geehrte Frau Bosbach, ich schreibe Ihnen als Bürger Ihres Wahlkreises. Damit Sie mich besser einordnen können: Jahrgang 1977, mit Partnerin und Tochter in Rösrath lebend, angestellt als User Experience Designer in einem IT-Unternehmen.

Warum ich WhatsApp nicht nutze

Immer wieder mal komme ich in die Situation, dass ich zu einer WhatsApp-Gruppe eingeladen werde. Und dann muss ich leider ablehnen und erklären, dass ich WhatsApp nicht benutze. Selten habe ich dann die Zeit, die Gründe ausführlich zu erklären. Deshalb schreibe ich sie hier auf. Eine Sache vorweg: es ist mühselig. Ich werde damit gerne als der Querulant hingestellt, der eine eigentlich einfache Angelegenheit kompliziert macht. “Alle benutzen doch WhatsApp”, also wäre es ja das einfachste, ich würde mich ihnen anschließen. Aber ich sehe das etwas anders. Ich bin nicht das Problem, sondern derjenige, der auf das Problem aufmerksam macht. Und es gibt ja durchaus Alternativen.

Relative humidity is misleading

As many people, we have a basement where we store way too many things. On top of that, it’s where we wash and tumble-dry our clothes. Our biggest concern is that we might get mold one day. High air humidity is a big factor in mold growth, so we aim to keep the humidity low and we constantly monitor the humidity. How to keep the basement dry? In the beginning we started with putting little hygrometers in the basement rooms. These were soon rising above 60, 65, sometimes over 70 percent. So let’s open the windows and let the humid air out.

Energy efficiency of programming languages

Servers are taking an ever growing share of our electricity usage. Of course, they exist to run applications. And the energy consumption is, to a large degree, determined by the applications running on them. Ironically, servers turn electricical energy into thermal energy and thus contribute to global warming in a very concrete sense. When I look around, I don’t see a lot of discussion happening around the responsibility of application developers regarding energy usage and the impact this has on climate change. We are used to juggling often contradicting goals like software maintainability, development and release cycles, user experience, and security. Yet we fail to take into account how our applications could be made more friendly to our climate. And, to be honest, that makes me quite unhappy.

Website tech update

It was time for several updates. This site is now hosted by Codeberg instead of GitHub, Edit: doesn’t work yet, so for now it’s still GitHub. created using Hugo instead of Jekyll, using a different template/theme. I’m also contributing a few additions to the Hugo theme.

Mit dem Mountainbike auf den Grünten? Nein.

Wer ins Oberallgäu fährt und eine Leidenschaft für das Radfahren mitbringt, wird vielleicht auf die Idee kommen, mit dem Mountainbike auf den Grünten, den “Wächter des Allgäus”, zu fahren. Spoiler: es macht keinen Sinn und ist gefährlich. Mir ging es auch so. Der Grünten ist ein alleinstehender, attraktiver Gipfel und mit 1738 m höher als viele andere Berge in der Umgebung. Außerdem gibt es (außer für Mitarbeiter_innen des Bayerischen Rundfunk) keine Bergbahn. Also bleibt einem nur, aus eigener Kraft hinauf zu kommen. Wäre es möglich, das mit dem Mountainbike zu machen?

Gekommen, um zu bleiben: Gründe, jetzt das Fediverse zu betreten

Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2022 In meinem vorigen Beitrag Wir treffen uns im Fediverse habe ich über dezentrale soziale Netzwerke und das Fediverse geschrieben. Verglichen mit den großen, zentralisierten Vorbildern ist das Fediverse im Moment klein. the-federation.info listet etwas über 6,1 Millionen Accounts. Etwa 580.000 davon waren innerhalb der letzten 30 Tage aktiv. Lohnt es sich da, Zeit zu investieren, sich ein Netzwerk aufzubauen und Tools zu testen? Oder sogar darüber zu reden und andere Menschen, die wir im Fediverse vermissen würden, zum Mitmachen zu überreden?

Wir treffen uns im Fediverse!

Der Jahreswechsel steht an, und damit drei Gründe, sich mit Alternativen für die zentralen sozialen Netzwerke zu befassen: Wir brauchen natürlich einen guten Vorsatz für das neue Jahr (oder eher für die ersten paar Wochen des neuen Jahrs) Wir haben vielleicht ein bisschen Urlaub und Zeit Die Bekanntwerdung des neusten Facebook-Skandals liegt erst wenige Tage zurück Die Facebooks und Twitters können nicht unsere Zukunft sein. Brauchst Du Gründe? Die Macht, die diese Konzerne konzentrieren, ist gefährlich. Sie gehen bestenfalls schlampig mit unseren Daten um und entziehen sich nahezu jeder Kontrolle. Sie beeinflussen durch intransparente Algorithmen, womit wir uns beschäftigen. Sie werden zum SPOF (Single Point of Failure) für unsere Demokratie.

ESP8266 publishing DHT temperature and humidity via Web Thing API

After reading through some of the Mozilla IoT examples, I got an ESP8266 to publish temperature and humidity values via the Web Thing API. Here is the code: Link

Zusammen braucht man weniger

Vom (Gedanken-)Experiment des Müllvermeidens zu einer hyperlokalen Tauschplattform für den täglichen Bedarf Language notice: this is a post about how to share resources between neighbours. As I am living in Germany and my neighbours speak German mostly, I feel like I have to write this in German. Eigentlich möchte ich gar nicht erst anfangen, zu erklären, warum. Eigentlich möchte ich einfach voraussetzen, dass wir alle der Meinung sind, dass wir unseren Fußabdruck so klein halten sollten, wie möglich. Dass wir nachhaltig leben sollten. Deutlich nachhaltiger, als wir es im Moment tun.

Re-claiming my content

Yesterday I was stuck in a commute situation, so I had a rare moment of boredom and reflection and decided to google jekyll microblogging to find out how easy it would be to make my blog fit smaller content chunks. I felt like gathering what I’m emitting on my home turf, at www.sendung.de, which is a Jekyll site served by Github Pages. What I found was a great post by Fiona Voss that shows a way to re-claim my content by using my own blog as the center of my conversation in other channels. And it opens a door to phenomenons like the IndieWeb, MicroPub, and POSSE.

Visualizing the Tour de France General Classification Build-Up

The 104th edition of the Tour de France is in full swing. Time to have a look at how the General Classification developed so far. Wait, what? General Who? Tour de WTF? OK, sorry. If you have no interest in the sport of riding bicycles and never heard of the most popular bike race in the world, maybe start with a Wikipedia article. To the rest who knows at least that there is such a thing as the Tour de France, let’s revisit how that race works. The Tour (as friends call it) is a stage race. The nearly 200 riders, belonging to teams of nine riders each, ride twenty-one stages overall, over the course of twenty-three days.

Idea: DIY Sourdough Incubator

The idea of breaking bad baking bread, really good bread, is super-fascinating to me. I got recently amazed by this guy named Lutz Geißler, who seems to be on a mission and already published nearly 800 bread recipes in his blog called Plötzblog. I found him via an episode of the radio show Alles in Butter on local radio WDR5. If you want to find out more about him, bread and his driving forces, check out this lengthy and fascinating talk with him and Tim Pritlove (all in German).

Brief an MdB Caroline Bosbach zur Informationsfreiheit

July 20, 2026

Anlässlich der Pläne unserer Regierung, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) des Bundes zu beschneiden, habe ich einen Brief an die Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises, Caroline Bosbach (CDU) geschrieben. Hier ist der Text.


Rösrath, 20. Juli 2026

Zur Rückwärts-Tendenz im Bereich Transparenz (Beschränkungen des IFG)

Sehr geehrte Frau Bosbach,

ich schreibe Ihnen als Bürger Ihres Wahlkreises. Damit Sie mich besser einordnen können: Jahrgang 1977, mit Partnerin und Tochter in Rösrath lebend, angestellt als User Experience Designer in einem IT-Unternehmen.

Das Thema Informationsfreiheit treibt mich schon etwa seit der Jahrtausendwende um. Damals wurde mir bewusst, wie sehr das Verhältnis zwischen Staat (hierzu zähle ich Regierungen und öffentliche Verwaltung, von der kommunalen Ebene bis zum Bund und EU) und Bürger:innen von einer Mentalität beeinflusst ist, die ich nur als Obrigkeitsdenken bezeichnen kann, und deren Wurzeln vermutlich bis zurück in die letzte Monarchie reichen. Beispiele dafür fand ich etwa in den Schreiben, die meine Mutter, damals Sozialhilfeempfängerin, von Ämtern erhielt. Auch Jahrzehnte später frage ich mich immer wieder, wenn ich z. B. Ein Schreiben von der Kommunalverwaltung erhalte, in dem es um die Festlegung des Elternbeitrags für die Nachmittagsbetreuung geht: warum kommuniziert „der Staat“ mit mir nicht auf Augenhöhe? Warum stellt er Paragraphen und mögliche Strafen bei Missachtung so in den Vordergrund, und verwendet eine Sprache, die Menschen ohne höheren Bildungsabschluss hilflos macht?

Sicher, kein Gesetz zwingt eine Kommunalverwaltung dazu, autoritäre Schreiben zu verfassen (und es gibt bestimmt auch schon viele positive Gegenbeispiele). Es ist vielmehr die Mentalität, die sich hier zeigt, die noch immer aus einer Zeit zu stammen scheint, in der wir nicht in einer Demokratie lebten, und in der Bürger:innen eher Bittsteller gegenüber einer Obrigkeit waren.

Nun leben wir aber glücklicherweise in einer Demokratie. Wir, die Bürger:innen dieses Landes, sind „der Souverän“. Und ich wünsche mir, dass Staat und Bürger:innen entsprechend miteinander umgehen. Wir sollten das preußische Obrigkeitsdenken aus unserer Verwaltungskultur endgültig gegen einen zeitgemäßen Umgang zwischen Individuen einerseits und Institutionen andererseits tauschen.

Zu einem zeitgemäßen Umgang gehört für mich:

  • Bürger:innen haben weitreichende Möglichkeiten, das Handeln von Verwaltungen und Regierungen nachzuvollziehen.
  • Hürden, die dem im Wege stehen, werden abgebaut.
  • Zugriff auf Verwaltungsinformationen kann anlasslos, grundlos und unentgeltlich erfolgen.
  • Eingeschränkt werde sollten diese Prinzipien nur, wenn wichtige Rechtsgüter wie z. B. das Persönlichkeitsrecht (personenbezogene Daten) betroffen sind.

Seit ich begonnen habe, die politische Entwicklung um die Informationsfreiheit genauer zu beobachten, hat es hier durchaus Fortschritte gegeben. In Hamburg beispielsweise hat das Transparenzgesetz einen umfassenden Informationsanspruch für Bürger:innen festgeschrieben. Und unter Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde bundesweit die proaktive Veröffentlichung von Daten aus der Verwaltung auf Open-Data-Portalen vorangetrieben.

Sie und Ihre Partei, zusammen mit der SPD, machen sich nun auf den Weg, diese Entwicklung zurück zu drehen. Das hatte sich ja bereits während der Koalitionsverhandlungen angedeutet. Philipp Amthor, dem mit Hilfe des Informationsfreiheitsgesetzes schon offensichtliche Interessenkonflikte nachgewiesen werden konnten, stand hier zu Recht im Vordergrund der öffentlichen Diskussion.

Ich möchte nicht im Einzelnen auf all die Änderungsvorschläge eingehen, die nun zum IFG auf dem Tisch liegen. Vielmehr möchte ich hier klar zum Ausdruck bringen: Sie gehen allesamt in die falsche Richtung!

Überall verlieren die demokratischen Parteien Zustimmung und Wähler:innen wandern zur rechtsextremistischen AfD ab. Wir wissen aus der Forschung, dass diese Tendenzen auch an einer grundsätzlichen Enttäuschung der Bürger:innen liegt: Politik und „der Staat“ lösen nicht die vielfältigen Probleme, vor denen wir stehen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich in dieser Enttäuschung ein krankes Verhältnis zwischen Staat und Bürger:innen zeigt, zu dem auch das oben beschriebene Obrigkeitsdenken gehört. Viele Menschen erwarten sicherlich vom Staat, dass dieser sich um sie kümmert. Sie erwarten von der mächtigen Obrigkeit, dass diese ihre Macht zu ihrem Wohle einsetzt.

Was wir wahrscheinlich bräuchten, sind Bürger:innen, die sich ermächtigt fühlen und ihr Schicksal mehr selbst in die Hand nehmen. Dazu passt ein Staat, der sich als autoritäre Übermacht inszeniert, nicht. Mit einem Abbau der Transparenz und der Informationsfreiheit erreichen Sie aber genau das: einen autoritäreren Staat und Bürger:innen, die ein Stück mehr ihrer Souveränität und Selbstwirksamkeit beraubt werden.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich in Ihrer Partei für ein modernes, demokratischeres Staatsverständnis in diesem Sinne einsetzen und sich gegen die Rückabwicklung des Informationsfreiheitsgesetzes aussprechen würden.

Falls Sie hierzu ein persönliches Gespräch führen möchten, können Sie mich gerne auf den oben genannten Wegen kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Marian Steinbach

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